HBS Lesefüchse

Hier entsteht eine Seite der Deutsch-Fachschaft der Realschule, auf der Schülerinnen und Schüler in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Edelmann ihre Lieblingsbücher vorstellen.

Und hier ist unsere erste Rezension!

Review: „Ein Fluch so ewig und kalt“

von Alina aus der R9c

Das Buch „Ein Fluch so Ewig und Kalt“ wurde von Brigid Kemmerer geschrieben und ist ein Fantasy-Roman. Erschienen ist das englische Buch im Random House Verlag am 29. Januar 2019, wird am 19.04.2021 als Übersetzung ins Deutsche veröffentlicht und kostet 18 Euro.

Die Hauptpersonen sind Harper und Rhen. Harper ist ein gewöhnliches Mädchen, das an Zerebralparese (Kinderlähmung) leidet. Um die Krankenhausrechnungen ihrer an Krebs erkrankten Mutter und die Schulden ihres verschwundenen Vaters zu decken, hilft sie ihrem Bruder dabei, Schmiere zu stehen. Dabei wird sie eines Nachts von einem unbekannten Mann nach Emberfall gebracht, wo sie einen Fluch zu brechen hat.

Rhen ist der Kronprinz von Emberfall und leidet an einem Fluch, durch den er sich nach jedem Herbst in ein Monster verwandelt und alle, die ihm in den Weg kommen, umbringt. Die einzige Möglichkeit, den Fluch zu brechen ist es, ein Mädchen zu finden, welches ihn wirklich liebt. Dazu schickt Rhen seinen Wachkommandanten Grey nach Washington D.C., um dort ein Mädchen zu holen.

Das Buch ist einfach und verständlich geschrieben, doch die Stimmung wird immer mal wieder durch lustige Dialoge aufgelockert. Hinzu kommt, dass die Handlungen und Gedanken nachvollziehbar und sinnvoll sind. Die verschiedenen Perspektiven zwischen Rhen und Harper sind gut zu verstehen und man erlebt beide Seiten der Geschichte. Diese ist sehr fesselnd, da man wegen Harpers Sturheit und ihrem Drang, nach Hause zu gehen, nicht sicher sein kann, ob sie den Fluch wirklich brechen und eine Beziehung zu Rhen aufbauen kann. Was mir sehr gut gefiel ist, dass die Liebesgeschichte nicht gemäß des Mottos „Am ersten Tag traurig sein und sich am nächsten direkt verlieben (Stockholmsyndrom)“ aufgebaut ist, sondern dass Harper sich immer treu geblieben ist und versucht, nach Hause zu kommen, dabei hin und wieder aber trotzdem ihre weiche Seite zeigt. Daraufhin versucht Rhen mehrfach, sie mit Respekt und kleinen Gesten für sich zu gewinnen, doch was ihn wie jeden Herbst zum Scheitern bringt ist, dass er alles zehn Schritte im Voraus plant und somit sehr zwanghaft wirkt. Trotz Harpers Zerebralparese ist sie alles andere als schwach und kann sich gegen bewaffnete Männer behaupten; am Ende erklärt die Autorin, dass sich jeder Charakter anders entwickelt und sie nicht alle in einen Topf werfen wollte. So können andere Figuren beispielsweise nicht sprechen oder laufen. Das Buch endet mit einem Cliffhanger, was mich aber keineswegs stört, da dies eine gewisse Spannung – wie es mit Rhen, Grey und Harper weitergeht – auf die Fortsetzungen entstehen lässt. Alles in allem haben mir das Buch und der Geschichtsverlauf sehr gut gefallen.

Fazit

Das Fantasy-Buch „Ein Fluch so Ewig und Kalt“ hat einen spannenden Geschichtsverlauf und erinnert ein wenig an eine „Die Schöne und das Biest“- Adaption. Meiner Meinung nach ist das Buch ab 14 Jahren geeignet, da auch blutige Aspekte darin beschrieben werden.

Das Buch ist besonders für LeserInnen, die gerne Fantasy mit realen Zusammenhängen mögen, sehr geeignet. Auch das Cover wurde mit Dornen und der Schriftart schön umgesetzt. Ich wurde mit meinen Erwartungen keinesfalls enttäuscht!

Ich kann das Buch nur weiterempfehlen und werde mir definitiv die Nachfolger kaufen, sobald sie erscheinen!